Letzte Woche ist mir dieser Artikel auf Zeit Online ins Auge gefallen. Unter dem Titel „Die fiesen Fragen der Personalchefs“ erzählt eine Bewerberin von ihren Erfahrungen im Bewerbungsgespräch. "Besonders unangenehm war mir aber seine unverblümte Frage nach meiner Gehaltsvorstellung“, berichtet sie. Auch die Frage nach ihrer Wechselmotivation kam offensichtlich nicht gut an. Excusez-moi, diese Fragen sind ganz normal. Das fragt man vielleicht nicht, während der Kandidat noch die Jacke auszieht, aber spätestens gegen Ende des Gesprächs erkundige auch ich mich nach der Gehaltsvorstellung.
Weiter geht es in dem Artikel um den bewussten Einsatz von sogenannten Stressinterviews. Bei den U.S. Marines ist das sicherlich ein probates Mittel zur Eignungsbestimmung, wir jedoch möchten lieber erreichen, dass beide Seiten 60 bis 90 Minuten lang eine interessante Konversation in angenehmer Atmosphäre führen. Bestimmt stellen wir auch mal schwierige Fragen. Dabei geht es aber nicht zwingend darum, diese „richtig“ zu beantworten. Wir sind eher interessiert an einer persönlichen Einschätzung oder der individuellen Herangehensweise.
Natürlich ist nicht auszuschließen, dass der ein oder andere das Vorstellungsgespräch als eine belastende Situation empfindet. Man kann schon mal nervös sein, wenn es beispielsweise um den Berufseinstieg geht. Wer ein bisschen aufgeregt ist, dem ist der Job wenigstens wichtig.
Vanessa
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