Ein Interview mit einer Auszubildenden über ihren Praktikumstag
Über den sogenannten Flurfunk habe ich erfahren, dass eine unserer Auszubildenden, Melina, gestern in einen anderen Arbeitsbereich hineingeschnuppert hat. Als ich sie heute dazu befragt habe, bin ich in der Kommunikation allerdings in unserem Medium, dem Internet, geblieben. Folgendes Gespräch habe ich mit Melina mittels ICQ geführt.
Was machst du bei SinnerSchrader?
Meine Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Nonprint Fachrichtung Operating, Nonprint - also Frontend.
Was sind deine Aufgaben?
Im Augenblick lernen. Ich habe in etwas über einem Monat meine Abschlussprüfung.
Wie haben dich hier gestern vermisst - wo hast du gesteckt?
Ich durfte bei der mediadruckwerk Gruppe so eine Art eintägiges Praktikum machen.
Was ist das für ein Betrieb?
Die mediadruckwerk Gruppe ist ein Zusammenschluss mehrerer Druckereien. Und da ich für meine Prüfung auch Themen wie Druckvorstufe, Druck und Druckweiterverarbeitung können muss, war es total spannend für mich einen Tag dort verbringen zu dürfen.
Wie ist das Praktikum denn zustande gekommen?
Zunächst durch einen privaten Kontakt. Als der Formproof abgenommen werden musste, hab ich das übernommen, da die Druckerei nicht weit weg von SinnerSchrader ist. Als ich ganz begeistert von dem Druckbogen war und Fragen zu dem Ausschießmuster und dem Falz stellte, hat mich der Sachbearbeiter eingeladen, ich könne mal vorbeikommen und mir alles ansehen.
Heißt das, dass du dir für das Praktikum Urlaub genommen hast?
Nein, das lief im Rahmen meiner Ausbildung ab.
Was hast du in der Druckerei gemacht?
Mir wurde einmal der gesamte Workflow gezeigt. Von der Auftragsbearbeitung über den Satz bis zu den Digital- und Offsetdruckern. Auch ein paar ganz alte Buchdruckmaschinen waren noch zu sehen, die jetzt z. B. fürs Ausstanzen genutzt werden. Außerdem hab ich noch Maschinen der Weiterverarbeitung gesehen, wie z.B. die Falzmaschinen.
Willst du nun doch lieber Druckerin werden?
Nein, ich möchte nicht Drucker werden. Es ist ganz schön laut in der Halle und soll im Sommer bis zu 40° Grad werden. Ich weiß auch nicht, ob mich das Thema über Jahre interessiert. Aber die Drucker, die dort waren, waren begeistert von "ihren" Druckmaschinen. Die meisten Menschen im Betrieb wussten zwar nicht, dass ich komme, aber sie haben sich Zeit für mich genommen, mir alles erklärt und - wo es ging - die Maschinen aufgemacht, damit ich hineinsehen kann.
Kannst du Parallelen zu deiner Arbeit bei SinnerSchrader ziehen?
Hmm nein, das kann ich nicht. Frontend-Programmierung hat nicht gerade viel mit konventionellen Drucktechniken zu tun. Trotzdem hat es mir sehr viel für meine Prüfung und das Gesamtspektrum meiner Ausbildung gebracht.
Was sind für dich auf den ersten Blick denn die größten Unterschiede in diesen beiden Arbeitswelten?
Digital und Print sind wirklich zwei komplett unterschiedliche Medien.
Wie bewertest du die Möglichkeit, während deiner Ausbildung einmal in ein anderen Arbeitsbereich hineinzuschnuppern?
Man bekommt ein Gefühl über die Bereiche der Medienwelt. Außerdem ist Print einTeil der Ausbildung, der hier leider nicht so tief gezeigt werden kann, aber so hatte ich die Möglichkeit einiges was ich an Theorie wissen musst zu sehen. Das ist großartig!
Reicht ein Tag aus?
Also ich war nach einem Tag überfüllt mit Informationen. Ich hatte mir das Thema schon angelesen und konnte dadurch vieles gleich einordnen und daher hat es mir gereicht.
Aber ich denke schon, wenn man eine Woche oder so Zeit hätte, wäre das noch besser. Insgesamt war dieser Praktikumstag aber ein Erfolg.
Den wünsche ich dir auch bei deinen Prüfungen und danke dir, dass du dir trotz der Lernphase Zeit für dieses Interview genommen hast!
Mehr Informationen auf radicalmonday
_ zu Melinas Ausbildungsweg
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