Mit vielen Menschen an einer gemeinsamen Aufgabe zu arbeiten ist nicht leicht. Je nach Team, Projekt und konkreter Situation sind ganz unterschiedliche Verhaltensweisen und Kompetenzen gefragt. Um die Rolle des Projektleiters zu stärken, startet bei SinnerSchrader eine Modulreihe zur Projektleiterqualifizierung.
Zu den Aufgaben des Projektleiters, verantwortlich für die Planung und Steuerung des Projekts, gehört der Aufbau von Projektplänen, die Gestaltung der Projektorganisation sowie der Kommunikation extern wie intern. Das Projektcontrolling, die -dokumentation sowie die Mitarbeiterführung im Projekt zählen ebenso dazu. Der Projektleiter verfolgt das Ziel, das Projekt im Spannungsfeld „on Time, Quality und in Budget" optimal abzuwickeln. Dabei verliert er aber nie den Blick für sein Projektteam.
Ziel der Projektleiterqualifizierung ist, dass Projektleiter aus der Beratung und der Technik eine gemeinsame verbindliche Basis haben, auf der sie arbeiten.
Vanessa Boysen, Head of Human Resources, und Natascha Tümmers, aus dem Team Organisation & Prozesse, erklären die Hintergründe zu dieser Fortbildung.
Die Teilnehmer
"An der Projektleiterqualifizierung sollen alle Mitarbeiter von SinnerSchrader teilnehmen, die die Rolle des Projektleiters beziehungsweise Teil-Projektleiters in den Projekten wahrnehmen. Derzeit sind etwa fünfzig Mitarbeiter zu der Schulung angemeldet", so Natascha. Diese sind zum größten Teil Account Manager, viele Techniker und einige Mitarbeiter aus der Kreation.
Berücksichtigung unterschiedlicher Kenntnisstände
"Wir haben diejenigen, die schon sehr lange Projektleitung machen, in einer eigenen Gruppe zusammengefasst. Wir haben festgestellt, dass ein ähnliches Ausgangsniveau sich positiv auf das Lernklima auswirkt", erklärt Vanessa, "die Inhalte und das Vorgehen sind aber letztlich identisch. Es geht schließlich nicht so sehr darum, etwas zu lernen, das für alle vollkommen neu ist, sondern darum die eigene Arbeit gemeinsam zu reflektieren. Wir wollen eine gemeinsame Sprache entwickeln und eine gemeinsame Basis an Tools aufbauen." Besonders wichtig sei daher die interdisziplinäre Zusammensetzung der Gruppen. Sie betont: "Der Austausch zwischen Beratung, Technik und Kreation während der Module ist sicherlich genauso wichtig wie die Inhalte selbst."
Die Leitung der Module
Von den insgesamt fünf Modulen werden vier von Mitarbeitern gestaltet und moderiert. Die Mitarbeiter stammen aus den Bereichen Human Resources, Geschäftsführung, Organisation & Prozesse, Beratung und Technik. "So kann ein stärkerer Bezug auf unsere individuelle Projektsituation gewährleistet und die Nachhaltigkeit der Schulungsmaßnahme erhöht werden", erläutert Natascha.
Vanessa ergänzt: "Vor allem ist uns wichtig, dass diejenigen, die das jeweilige Thema mit ihrem Modul vertreten, weiterhin im Unternehmen sind und nicht wie externe Berater oder Trainer, auf die man nach getaner Arbeit nicht mehr zurückgreifen kann. Unsere internen Trainer sollen also nicht nur die Module leiten, sondern auch zukünftig den Transferprozess durch Beratung und zum Teil praktische Unterstützung der Projektteams begleiten. Wir arbeiten nicht das erste Mal auf diese Weise und haben festgestellt, dass wir so wesentlich nachhaltigere Ergebnisse erzielen können."
Besonders froh sei sie, dass Teamleiter und auch die Geschäftsführer Beratung und Technik daran mitwirken. Sie bringen ihre langjährige Erfahrung ein und zeigen durch ihren persönlichen Einsatz, wie wichtig ihnen dieses Qualifizierungs-Programm ist. "Zunächst werden wir eine Gruppe von zehn Mitarbeitern durch einen externen Anbieter qualifizieren. Es sind zur Hälfte Mitarbeiter aus den operativen Bereichen und zur anderen Hälfte Mitarbeiter aus HR, Organisation und Prozesse. Diesmal werden wir sogar ein Vorstandsmitglied dabei haben. Diese Gruppe von Multiplikatoren werden dann geeignete Lernmodule entwickeln", sagt Vanessa, "hierbei wollen wir das Thema mehr als Coachingprozess denn als Lehrveranstaltung aufsetzen. Denn jeder, der einmal versucht hat, sein Zeit- und Selbstmanagement nachhaltig zu verbessern, weiß, wie schwierig es ist, sein Verhalten und seine Denkmuster langfristig zu verändern."
Die einzelnen Qualifizierungsmodule
Natascha zählt die einzelnen Module der Projektleiterqualifizierung auf: "Modul 1 trägt den Titel Projektlandkarte. Hier werden Themen zu Projektmanagementaufgaben allgemein und zum Projektmanagement bei SinnerSchrader im Speziellen behandelt. Modul 2 beschäftigt sich mit den Grundlagen der Kommunikation. In Modul 3 geht es um
Team-Management-Methoden und in den letzten beiden Modulen um Kundenführung
und Selbstmanagement."
Der zeitliche Rahmen
Im Dezember 2008 startete die Schulungsreihe mit dem ersten Modul. "Da jedes Modul fünf Mal angeboten wird, um die Gruppen in einer optimalen Größe halten zu können, wird sich die gesamte Schulungsmaßnahme bis Mitte des Jahres erstrecken. Im Anschluss daran wird für Neueinsteiger sicherlich eine weitere Schulungsreihe angeboten", so Natascha.
Jetzt kommentieren