Die Farbe meiner Heimat

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Maja, seit Anfang August Auszubildende bei SinnerSchrader, ist diese Woche wieder an ihrem Schreibtisch zu finden. Zuvor war sie zwei Wochen lang für ihr Filmprojekt "Die Farbe meiner Heimat" mit ihrem Bruder Witja und Alexander, Student der Filmhochschule in Berlin, unterwegs. Sie reisten in die lettische Hauptstadt Riga und die estnische Hauptstadt Tallinn, als dort die Nationalfeiertage zelebriert wurden. Urspünlich war auch eine Reise nach Minsk geplant - doch dort wurde die Crew wegen ihrer Kamera an der Grenze abgewiesen. Deshalb fuhren sie kurzerhand in die litauische Hauptstadt Vilnius, um dort den Menschen die Frage zu stellen: "Was bedeutet dir deine Heimat? Und welche Farbe hat sie für dich?" Von ihrer Reise brachte Maja jede Menge Antworten, neue Erfahrungen, Kontakte und eine Vorliebe für Eskimoeis mit.

Das Filmkonzept

"Wir sind auf der Straße auf Jugendliche zugegangen, die wie ich 1989 geboren sind. Also auf junge Menschen, die Europa als Einheit kennengelernt haben, mit offenen Grenzen", erläutert Maja das Filmkonzept.

Die Idee zu dem Projekt entstand bei der letzten Fußball WM, als Maja und ihr Bruder in ihrer Heimatstadt Berlin beobachtete, wie unzählige Fahnen im Einsatz waren. Maja erklärt: "Länder haben Fahnen. Sie identifizieren sich über Farben. Wir wollten mit den Menschen vor und hinter der Kamera in einen Dialog treten und einen frischen Beitrag in der eingestaubten Europadebatte um Vielfalt, Gleichheit und Gerechtigkeit liefern."

Bei ihren Dreharbeiten seien sie fast ausnahmslos auf eine große Bereitsschaft gestoßen. "Die Leute haben uns zu großen Chorproben für die Nationaltagfeierlichkeiten mitgenommen." Eine besondere Erfahrung war auch die Begegnung mit zwei ehemals verfeindeten Sprayern in Riga. Am Tage ihrer Versöhnung sprühten sie zusammen ein Bild. Mittlerweile ist es von hochgerankten Pflanzen verdeckt.

Die Vernetzung

Wie bewegende Momente in bewegte Bilder umgesetzt werden, ist auf dem Blog der Drei zu verfolgen. Der Film soll im Januar nächsten Jahres fertig geschnitten sein und dann auf euopäischen Festivals laufen. Anfragen gibt es jetzt schon.

"Das Filmkonzept soll auch die Vernetzung fördern", so Maja, "schön wäre es, wenn diese Art des Dokumentarfilms von anderen europäischen jungen Filmemachern fortgeführt werden würde."

Weiterführender Link
_ zum Blog der Filmcrew

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1 Kommentare

Tallinn - soll ja schön sein. :)

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