Die Alliteration in der Einladung „Technischer Themenabend mit Thomas" beeindruckte mich so sehr, dass ich an diesem Termin tunlichst teilnehmen wollte. Ich wünsche mir, der ein oder andere Techniker muss „Alliteration" anklicken, um die Bedeutung des Wortes zu erfahren.
Hier kommt jedenfalls meine Top 5 der an dem besagten Abend immer wiederkehrenden Begriffe, die ich im Gegensatz zu den übrigen 13 Anwesenden im Konferenzraum noch googeln muss:
- Bytecode
- thread-dumps
- hibernate-Session
- method object
- VM
Die Zuhörer reagierten auf den Vortrag von Thomas, Senior Consultant IT, mit aufmerksamen Nicken und kurzen Bestätigungslauten, nur ich möglichst unauffällig mit Stirnrunzeln und Augenbrauenzusammenkneifen.
Ich habe noch nie so wenig verstanden, obwohl ich mit Menschen in einem Raum saß, die sich in meiner Muttersprache unterhalten haben. Von Thomas eingestreute Formulierungen wie „Macht es wie Sven, unterbrecht mich oft" motivierten mich durchaus geistig am Ball zu bleiben. Vielleicht werde ich mich im Laufe der zwei Stunden in die Thematik noch ein bisschen mehr einfinden, hoffte ich. Bis Thomas auch solche Sätze einwarf: „Wirkt wie ein Leak, ist aber etwas anderes" - allerspätestens dann befand ich mich im geistigen Abseits. Wirkt wie Unverständnis, ist es auch.
Was ich als Nicht-Technikerin an diesem Abend außer Bahnhof verstanden habe:
Die bei dem Votrag anwesenden Techniker mussten sich in letzter Zeit (mehr als ihnen lieb ist) mit Speicherproblemen und Datenbank-Verbindungen auseinander setzen. Thomas widmete sich der Speicheranalyse und insbesondere bestimmten Problematiken wie zum Beispiel dem Überlaufen von Speichern. Sein Anliegen war es, das jeweilige Problem selbst und die Findung des Problems dank eines neu angeschafften Werkzeugs aufzuzeigen - dies war ihm unter anderem durch ständiges Ausprobieren und Optimieren gelungen.
Diese Erfahrungen wollte er nun an seine Kollegen weitergeben sowie Probleme, Symptome und Lösungen aufzeigen. Man solle immer positiv analysieren, so Thomas. (Wenn ich das schon technisch nicht umsetzen kann, so schreibe ich mir das jedenfalls als Lebenshilfe hinter die Ohren.)
Ingesamt ein heap- und stichfester Abend. Java scheint zwei Speicherebenen zu besitzen: heap memory und Objekte. „heap or non heap, that is the question" möchte ich einen Großteil der Fragestellung an diesem eher unliterarischen Abend zusammenfassen.
Was wohl nicht gut ist: leaks im heap - zu viele Objekte werden zu lange gehalten. Genauso schlecht: leaks im non-heap - zu viele Klassen werden geladen. Offensichtlich zum Leidwesen der Techniker ein häufig anzutreffendes Speicherproblem. Was ich sonst noch begriffen habe? Techniker sind pünktlich. Und Menschen auf einer Erde können in ganz verschiedenen Welten leben.
Noch zwei Sätze von Thomas, die ich mir gemerkt habe:
- Alles ist im Intranet nachzulesen.
- Man muss dafür sorgen, dass die Session zu Ende ist.
Das ist sie für mich an dieser Stelle.
Ein-Versuch-war's-wert-Grüße von
Yvonne.
Stimmt nicht - Techniker sind unpünktlich ;)
Oh, nein - dann habe ich ja noch weniger verstanden...
Nur Mut, Yvonne,
ich bin fest davon überzeugt, dass Du in 2 bis 3 Jahren genauso fachsimpeln kannst wie oben beschrieben. Die Erfahrung und der tägliche Umgang bringen mit der Zeit so viel Wissen, dass ein Außenstehender glaubt, Du gehörst auch zu den Technikern!
Gruß, Detlef.