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Naaaaja, wenigstens während der Doppelgänger Week auf Facebook…

(Yvonne)

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Es qualmt und brodelt aus den Reagenzgläsern über dem Bunsenbrenner. Männer in weißen Kitteln stehen vor riesigen Versuchsaufbauten und blicken konzentriert durch ihre Schutzbrillen, während sie mit Klemmbrett und Kugelschreiber eifrig Messergebnisse in ihre Formulare kritzeln.

So in etwa stellt man sich wohl die Arbeit in einem echten Labor vor. Aber wie sieht das Ganze in einer Interaktivagentur aus? Und vor allem: An was wird hier geforscht? Eines fällt sofort auf: Rein optisch unterscheidet sich das neue Innovation Lab hier bei SinnerSchrader schon mal deutlich von unserem wissenschaftlichen Pendant. Statt Bunsenbrenner und Reagenzgläsern steht auf dem Schreibtisch nur ein Laptop, und auch der Dresscode ist ein anderer.

Die Arbeitsweise lässt sich allerdings durchaus vergleichen. Nur dass wir eben nicht an Medikamenten oder an noch effektiveren Brennstoffen forschen werden, sondern nach neuen Lösungen für die digitale Welt der Zukunft suchen. Und das Feld ist riesig. Egal ob Apps für das iPad, HTML5, Social Media oder Augmented Reality, alles werden wir unter die Lupe nehmen, weiter entwickeln und im Laborversuch testen.

Die Arbeit hier beschränkt sich aber nicht nur auf ein paar verrückte Querdenker und Futuristen. Es ist vielmehr ein großes Open-Source-Projekt, bei dem jeder Mitarbeiter, Kunde, Student und Experte herzlich eingeladen ist mitzumachen und seine Kreativität einzubringen. Freut euch also in den kommenden Monaten auf ein paar spannende Forschungsergebnisse.

Momentan haben wir noch alle Hände voll zu tun mit dem Aufbau der Struktur, dem Ausbau des Teams und den ersten Projekten. Ich verspreche euch aber, bald regelmäßig und ausführlich aus unserem Labor zu berichten.

steffen_stäuber.jpgInnovative Grüße & bis bald

Steffen


Steffen Stäuber leitet seit 1. Februar das Innovation Lab von SinnerSchrader.

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Veränderte Vorzeichen

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Ich glaube, jeder erinnert sich noch gut an seinen Berufseinstieg. Man war aufgeregt und fragte sich, was da alles auf einen zukommen würde. Es war eine schöne Aufregung. Alles schien möglich.

Immer häufiger merken wir in Gesprächen mit Berufseinsteigern, dass sich das Lebensgefühl von Studierenden und Absolventen grundlegend geändert hat. Auch ihre Sicht auf das Berufsleben und ihre Erwartungen an Unternehmen ist anders als noch vor einigen Jahren. Während früher in den TopTen der Arbeitgeberattraktivität Verdienst- und Karrierechancen ganz oben standen, nehmen heute Arbeitsplatzsicherheit, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie der individuelle Gestaltungsfreiraum die obersten Plätze ein.

Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise scheint das nicht verwunderlich. Die Krise geht wieder, aber Faktoren wie Digitalisierung, Globalisierung und eine generelle Prekarisierung werden bleiben.

Als Arbeitgeber fragen wir uns natürlich: Was genau erwarten Absolventen von uns heute und in der Zukunft? Was erwarten wir, und wie können wir alte und neue Sichtweisen miteinander vereinbaren? Genau diese Themen möchten wir mit euch hier und demnächst mit Studierenden im Rahmen einer Veranstaltung bei uns im Hause diskutieren. Die Ankündigung dazu folgt demnächst.

Unsere Kollegin Anja Waltemate hat einen Text geschrieben, der das Lebensgefühl ihrer Generation, wie ich finde, sehr gut vermittelt:

Wir vertrauen einem Urteil über ein Produkt von zwanzig wildfremden Menschen mehr als dem unserer Eltern. Wir sind Twitter, wir sind Facebook, wir sind online. Wir skypen, chatten und posten und retweeten. Wir mögen gute virale Kampagnen. Wir teilen alles mit der Welt, was uns über den Weg läuft.

Uns lassen Krisen kalt, weil ja doch irgendwie alles heute eine Krise ist und wenn nicht, wird es doch so genannt, weil das heute so ist. Ja genau, die Zeit der namenlosen Generation ist vorbei und wir sind wieder da. Alle schreiben sie darüber und es stimmt. Generation Krisenkinder, Generation Facebook, die Generation die alles will und sich aus Neuem und Altem nur das Beste aussucht. Heirat in weiß, Bungeejump in Asien mit Fotobeweis im Lieblingsonlinenetzwerk.

Ich denke, mein Leben sei langweilig, weil ich keine persönliche Krise habe. Ich denke solange darüber nach bis ich es doch soweit bringe, die Gedankenkrise. Zerdenken und alles wieder zusammensetzen, sodass es wieder das Mosaik in schillernden Farben wird, das sich Leben nennt. Da liegt's, es ist hübsch und strahlt Dich an. Du setzt die Sonnenbrille auf, weil es Dich blendet und Du keine Lust hast Dich verblenden zu lassen. Es zieht vorbei, es kommen neue Möglichkeiten, Du suchst aus, weil Du die Freiheit hast nein zu sagen.

Bist Du das, was Du sein willst? Was willst Du wirklich? Du willst was bewegen, besonders sein, mehr sein als andere. Wechsel, sich neu erfinden, nicht stehenbleiben. Innehalten beruhigt. Zu ruhig, Unruhe, aber Dir gefällt wie Du lebst und Du willst weitermachen, denn irgendwann wird es da sein, dass Gefühl angekommen zu sein. Du bist gut, wirst weiterkommen. Das sagen Deine Referenzen. Es gefällt Dir, was Du siehst, aus der Distanz. Du hast gelernt es alles objektiv zu betrachten. Sich in Momenten verlieren, wie geht das, wenn ich neben mir stehe und darauf warte? Was fehlt, wenn alles gut ist, gut läuft und alles gut wird?

Leider gibt es zurzeit technische Schwierigkeiten mit unserem Bewerbermanagement-Tool. Die Bearbeitung von eingehenden Bewerbungen kann sich daher verzögern. Wir bitten um Verständnis, wenn Eingangsbestätigungen und Rückmeldungen aktuell etwas verspätet kommen.

In Kürze werden wir ein neues System implementieren.

Vanessa

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Künstliche Intelligenz war das alte, bis heute uneingelöste Versprechen der Informatik, eigenständig denkende Computer zu schaffen. Oder wenigstens Intelligenz zu automatisieren. Was aber, wenn es umgekehrt käme? Wenn nicht Computer lernten, wie Menschen zu denken, sondern Menschen ihr Denken den Computern anpassten? Dass es bereits soweit ist, diese These vertritt Frank Schirrmacher in Payback, seinem jüngsten Buch.


Der Gedanke hat etwas Bestechendes, doch zugleich Triviales. Schon der Faustkeil, ein früh vom Menschen erfundenes Werkzeug, hat wiederum den faustkeilschwingenden Menschen verändert. Der Mensch hat sich immer den von ihm selbst erfundenen Werkzeugen angepasst. Brillen haben die Überlebenschancen von Fehlsichtigen erhöht. Der Mensch ist fehlsichtig geworden, denn er hat ja nun die Brille zum Sehen.

Die Erfindung der Schrift, des Buches und des Buchdrucks hat den Menschen von der enormen Gedächtnisleistung der mündlichen Überlieferung entlastet. Der Mensch hat Lesen gelernt, aber dafür das Merken und Auswendiglernen immer mehr verlernt. Und nun also der weltweit vernetzte Computer, der uns das Denken abnimmt, indem er es automatisiert?

Eines der zentralen Motive Schirrmachers ist die Angst vor Kontrollverlust. Diese Angst befällt angesichts neuer Technologien stets jene, die zuvor die alten kontrollierten und nun danach trachten, ihre Kontrolle auch auf neue Technologien zu erstrecken. Was im Falle des Internets bis jetzt nicht gelang, da dessen Bauprinzipien sich radikal von denen der alten Medien unterscheiden.

Die dezentrale Kommunikation der vielen mit den vielen führt, das lässt sich Schirrmacher nicht absprechen, zu einem neuen Kampf um Aufmerksamkeit und zu permanenter Aufmerksamkeitsüberlastung. Diese Überlastung zeigt sich für mich am deutlichsten in der E-Mail. Ich bekomme mehr Mail, als ich bearbeiten kann. Selbst wenn alle überflüssigen Mails gelöscht und alle erledigten abgelegt sind, bleiben mehr zu beantwortende Mails übrig als Zeit dafür vorhanden wäre.

Die einzig mögliche Reaktion darauf ist schärfere Selektion. Als infolge des Buchdrucks die Bibliotheken wuchsen, zwangen sie die Leser dazu, ihre Lektüre stärker als zuvor auszuwählen. Die Abhängigkeit des Lesers von Bibliothekar, Rezensent und Katalog nahm zu. Niemand konnte mehr alle Bücher lesen. Heute können wir nicht mehr alle Mails lesen, geschweige denn beantworten. Wir müssen selektieren und ignorieren.

Das Internet schafft in nie gekanntem Tempo neue Kommunikationskanäle, die neben die alten treten. Weil Mail unter Verstopfung leidet, entsteht Platz im digitalen Biotop für private Kurznachrichten in Twitter, für die Mailsurrogate von Xing oder Facebook und für Google Wave. Das Problem der Aufmerksamkeitsüberlastung wird dadurch nicht gelöst, aber wie auf einem Güterbahnhof verschoben. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf die Kanäle, die uns den meisten Nutzen stiften oder Spaß machen. Am besten beides.

Tun wir das alles gleichzeitig, so nennt sich das Multitasking. Multitasking ist Körperverletzung, schreibt Schirrmacher lakonisch. Ein weiterer Satz, dem ich uneingeschränkt zustimmen kann. Menschen können nicht mehrere Dinge gleichzeitig tun, selbst wenn sie weiblichen Geschlechts sind. Genaugenommen können das auch Computerprozessoren nicht, sie schalten nur sehr schnell zwischen verschiedenen Aufgaben um. Multitasking ist also nicht mehr als eine Illusion, beim Menschen noch mehr als beim Computer, denn Menschen brauchen länger für den Kontextwechsel und machen dabei mehr Fehler. Zum Beispiel vergessen sie gern, was sie tun wollten, und wenden sich neuen Aufgaben zu, ohne die alten jemals abzuschließen.

Schirrmacher erdreistet sich in seinem Buch, Computer und Internet von ihren Thronen als Heilsbringer des 21. Jahrhunderts zu stoßen. Seine Fragen sind legitim, sein Anliegen ein klassisch humanistisches. Und doch lässt Payback mich ratlos zurück. Denn am Ende bleibt unklar, wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen können - obwohl Schirrmacher dem nicht weniger als ein Drittel seines Buches widmet. Das könnte an einem Webfehler liegen.

Denn ärgerlich an diesem Buch sind die vielen kleinen Ungenauigkeiten. So werden aus Trackbacks einmal "Trackballs". E-Mails und SMS werden zu Befehlen, die ein Computer gibt, unabhängig davon, ob Menschen oder Maschinen sie absenden. Bruce Sterling wird zu Bruce Sterlin, und die zu "Tweeds" verballhornten Tweets sind bereits legendär. So bleibt das Buch letztlich Feuilleton. Schirrmacher hat eine starke These, aber seine Argumentation lässt es an Stringenz, Klarheit und Logik fehlen.

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Die fiesen Fragen der Personaler

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Letzte Woche ist mir dieser Artikel auf Zeit Online ins Auge gefallen. Unter dem Titel „Die fiesen Fragen der Personalchefs“ erzählt eine Bewerberin von ihren Erfahrungen im Bewerbungsgespräch. "Besonders unangenehm war mir aber seine unverblümte Frage nach meiner Gehaltsvorstellung“,  berichtet sie. Auch die Frage nach ihrer Wechselmotivation kam offensichtlich nicht gut an. Excusez-moi, diese Fragen sind ganz normal. Das fragt man vielleicht nicht, während der Kandidat noch die Jacke auszieht, aber spätestens gegen Ende des Gesprächs erkundige auch ich mich nach der Gehaltsvorstellung.


Weiter geht es in dem Artikel um den bewussten Einsatz von sogenannten Stressinterviews. Bei den U.S. Marines ist das sicherlich ein probates Mittel zur Eignungsbestimmung, wir jedoch möchten lieber erreichen, dass beide Seiten 60 bis 90 Minuten lang eine interessante Konversation in angenehmer Atmosphäre führen. Bestimmt stellen wir auch mal schwierige Fragen. Dabei geht es aber nicht zwingend darum, diese „richtig“ zu beantworten. Wir sind eher interessiert an einer persönlichen Einschätzung oder der individuellen Herangehensweise.

Natürlich ist nicht auszuschließen, dass der ein oder andere das Vorstellungsgespräch als eine belastende Situation empfindet. Man kann schon mal nervös sein, wenn es beispielsweise um den Berufseinstieg geht. Wer ein bisschen aufgeregt ist, dem ist der Job wenigstens wichtig.

Vanessa

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Anonymes Fan Video zum Geburtstag

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Zu deinem 2. Geburtstag hat sich ein aufgehender Star am Pianohimmel mit einer ungewöhnlichen Videobotschaft für die vergangenen unterhaltsamen Jahre mit dir bedankt. Happy Birthday!

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